Der neue Ultraschall Durchflussmesser ist installiert

Der Einbau gestaltete sich einfach: Erst den alten abschiebern, allerdings hing trotzdem noch der Puffer mit dran da ein Schieber fehlt, also musste der Puffer zumindest teilentleert werden. Danach konnte einfach der alte Volumenstromgeber abgeschraubt und der neue eingeschraubt werden. Die Länge und Gewindemasse passen überein. Dann wieder Druck drauf geben und oh Wunder, die Sache ist dicht.

Jetzt war natürlich die Spannung gross, ob denn nun der alte Durchflussmesser tatsächlich zu wenig gemessen hatte. Dieser mass einen Durchfluss von 1460 l/h im Heizbetrieb, der neue nun 1800 l/h. Das ist tatsächlich mehr, allerdings muss berücksichtigt werden, dass der neue Durchflussmesser einen wesentlich geringeren Druckverlust aufweist als der alte (0.17 gegenüber 0.9 m bei 1500 l/h). Berücksichtigt man dies dann war gemäss Schnittpunkt Rohrnetzkennlinie und Pumpenkennlinie ein Durchfluss von 1580 l/h mit dem alten Durchflusssensor vorhanden, also rund 7% mehr als dieser gemessen hatte. Auch durch einen Vergleich der Spreizung über der Wärmepumpe kommt man zu diesem Schluss. Diese verhält sich bei selber Wärmeleistung invers proportional zum Durchfluss. Die Spreizung verringerte sich bei B10W35 von 8.3 K zu 7.2 K, was 1560 l/h entspricht.

Bei der Warmwasserbereitung herrschen die selben Verhältnisse, auch hier mass der alte DFM ca. 7% weniger (1300 statt 1400 l/h und jetzt 1560 l/h)

Die neuen Messwerte sind glaubwürdiger, da sie mehr der Rohrnetzberechnung entsprechen die knapp 20% mehr Durchfluss erwarten liess und auch der neue Sensor keine gerade Auslaufstrecke benötigt wie der alte, die nicht vorhanden ist.

Trotzdem ist aufgrund der Daten die gemessene Wärmeleistung der Wärmepumpe immer noch geringer als im Datenblatt angegeben. Rund 7% beträgt die Abweichung beim Heizbetrieb, bei der Warmwasserbereitung ist sie noch höher. Der einzige Unterschied zum Heizbetrieb liegt im rascheren Anstieg der Temperaturen, so dass der Vorlauffühler (Anlegefühler) träger reagieren könnte als der Rücklauffühler (Tauchhülse) und so eine zu kleine Spreizung gemessen wird. Allerdings müssten die 7% einen Unterschied von 0.5 K ausmachen. Es ist noch unklar ob die Diskrepanz bei der Wärmepumpe liegt oder bei der Messung. Die Temperaturfühler sind grob gegeneinander kalibriert, der Vorlauffühler misst rund 0.25 K weniger als der Rücklauffühler. Dies wird bei der Berechnung der Wärmeleistung entsprechend berücksichtigt. Eine Aufnahme einer genauen Fehlerkurve erfolgt später.

Jedenfalls springt durch den neuen Durchflusssensor die Anzeige der aktuellen Wärmeleistung nicht mehr so hin und her sondern ist kontinuierlich. Der alte hatte durch die geringe Impulszahl (10 l/Impuls) einen hohen Quantisierungsfehler induziert da jeweils nur 1-2 Impulse pro Messung (alle 30 s) gemessen wurden. Über die Zeit glich sich das zwar aus, aber die aktuellen Werte waren unbrauchbar.